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Ein Bad umzubauen ist kein Projekt für die falsche Herangehensweise. Wer schnell und günstig saniert, zahlt oft doppelt – sei es durch Undichtigkeiten, unpassende Armaturen oder Schimmel. Die folgenden sieben Fehler sehen wir immer wieder. Vermeiden Sie sie von Anfang an.
Der häufigste und teuerste Fehler: Abwasserrohre werden nach Augenmaß verlegt. Dabei kommt es auf die richtige Nennweite (DN) und ein konsequentes Gefälle an. Ein WC benötigt mindestens DN 100, ein Waschbecken DN 40–50. Wird ein bestehendes Rohr einfach weiterverwendet, ohne den tatsächlichen Bedarf zu prüfen, drohen Verstopfungen und Rückstau. Besonders bei der Grundleitung im Keller ist der Fehler fatal.
Setzen Sie auf Systeme, die für die Ewigkeit gebaut sind. Marley KG2000 aus PP-MD ist schlagfest, chemikalienbeständig und lässt sich mit Steckmuffen ohne Schweißen verlegen – ideal für die Sanierung. Für den Anschluss an bestehende Guss- oder Steinzeugrohre gibt es passende Übergänge.
Viele kaufen Armaturen rein nach Optik. Doch ein normaler Einhebelmischer ohne Durchflussbegrenzung lässt schnell 12–15 Liter pro Minute durch – bei täglicher Nutzung summiert sich das zu einem enormen Wasserverbrauch. Wer stattdessen auf Modelle mit integrierter Wasserbremse oder Eco-Funktion setzt, spart bis zu 50 % Wasser, ohne Komfortverlust.
Die HANSA MIX Waschtischarmatur mit Wasserbremse und Ablaufgarnitur ist ein Musterbeispiel: Sie begrenzt den Durchfluss auf sparsame 5–6 Liter pro Minute und ist dank der bewährten 3,5er-Kartusche langlebig und reparierbar. Ein weiterer Vorteil: Die Kartusche lässt sich einzeln tauschen, was die Lebensdauer der Armatur deutlich verlängert.
Achten Sie beim Kauf auch auf die richtige Größe. Ein zu kleiner Mischer am großen Waschtisch führt zu Spritzern; ein zu großer sieht unproportioniert aus.
Ein weiterer klassischer Fehler: Es wird eine schicke, aber unsichere Duscharmatur gewählt. Bei Familien mit kleinen Kindern oder älteren Menschen ist ein Thermostat mit Verbrühschutz Pflicht. Ohne Temperaturbegrenzer können Wassertemperaturen von über 60 °C zu schweren Verbrühungen führen.
Ein Thermostat mit 38-°C-Sicherheitssperre und Thermo-Cool-Technologie (der Körper wird nicht heiß) ist die sichere Wahl. Auch die HANSA Thermostatkartusche für HANSAMAT und HANSAVARIO lässt sich nachrüsten, falls die alte Armatur noch kein Thermostat ist.
Eine minderwertige Handbrause mit verkalkten Düsen ruiniert den Duschgenuss. Wer hier spart, ärgert sich täglich. Achten Sie auf Strahlarten, die sich leicht umstellen lassen, und auf Materialqualität, die nicht nach zwei Jahren spröde wird.
Die KLUDI-X1 Universal Handbrause mit drei Strahlarten und schwarzmatter Oberfläche ist eine langlebige Wahl – sie passt zu modernen Bädern und ist dank ihrer Größe von 10,7 cm ideal für entspanntes Duschen. Ebenfalls empfehlenswert: die HANSA BASICJET Handbrause mit drei Strahlarten, die mit ihrem Chrom-Finish zeitlos bleibt.
Ein Toilettendeckel, der beim Zufallen knallt, ist nicht nur laut, sondern auch ein Zeichen für schlechte Qualität. Absenkautomatik (Softclose) ist heute Standard und schont Material und Nerven. Ebenso wichtig: die passende Form und Größe. Ein ovaler Sitz auf einem rechteckigen WC sitzt nie richtig und rutscht.
Der Duravit Universal Toilettendeckel oval mit Absenkautomatik misst 45,5 x 37,5 cm und passt auf viele gängige WCs. Wer ein Duravit Starck 3 WC besitzt, greift besser zum passenden WC-Sitz Starck 3 – für perfekten Sitz und stimmiges Design.
Nach einer energetischen Sanierung mit dichten Fenstern wird ohne kontrollierte Lüftung die Feuchtigkeit zum Problem. Ein zentrales Lüftungssystem ist teuer und aufwendig – eine dezentrale Lösung mit Wärmerückgewinnung ist oft die bessere Wahl. Sie tauscht die verbrauchte Luft effizient aus, ohne die Wärme nach draußen zu blasen.
Der Marley Classic Ventilator C11 (MC 100 VN) ist ein robustes Einstiegsmodell mit Nachlauf und Verschlussfolie, das in jedem Bad nachgerüstet werden kann. Für höchste Ansprüche empfehlen wir ein Gerät mit Wärmerückgewinnung, etwa aus der Marley Air 4.0 Serie – diese erreicht bis zu 80 % Wärmerückgewinnung und ist besonders im Neubau oder nach Sanierung sinnvoll.
Der letzte und vielleicht häufigste Fehler: Man kauft Armatur, Keramik und Zubehör von verschiedenen Herstellern und wundert sich, dass es nicht zusammenpasst. Nicht nur optisch, sondern auch technisch. Ein Beispiel: Die Ablaufgarnitur der Armatur muss zum Waschtisch passen. Ein anderes: Die Kartusche muss zur Armatur kompatibel sein.
Bleiben Sie bei einer Marke oder einer abgestimmten Serie. Wenn Sie beispielsweise eine KLUDI Armatur wählen, achten Sie darauf, dass Sie bei Ersatzteilen – etwa der KLUDI Kartusche 7520100-00 – auf das richtige Modell zurückgreifen. Ein Dichtungssatz für die Temperaturregeleinheit ist ebenfalls erhältlich, falls doch einmal etwas undicht wird.
Und denken Sie an die kleinen Dinge: Ein Edelstahl-Rost für den Bodenablauf ist schnell vergessen, aber wichtig für die Hygiene. Auch ein Email-Reparaturset für die Badewanne kann nach Jahren Gold wert sein – KALDEWEI bietet hier passende Produkte.
Die sieben Fehler zeigen: Ein Bad umzubauen erfordert mehr als nur schöne Fliesen. Wer auf Qualität, Systemkompatibilität und vorausschauende Planung setzt, spart langfristig Geld und Ärger. Nutzen Sie unsere Checkliste und wählen Sie Produkte, die zueinander passen und für die es Ersatzteile gibt.
Unser Team berät Sie gerne – von der Grundleitung bis zur Armatur. Stöbern Sie in unserem Sortiment und stellen Sie sich Ihr perfektes Bad zusammen.
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